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CMS, CMDB oder CM

Nach ITIL Version 3 bilden eine oder mehrere Configuration Management Databases (CMDB) die Grundlage des Configuration Management Systems (CMS). Dieses System ist wesentlicher Bestandteil des Service and Asset Configuration Management Prozesses (SACM).

Das Configuration Management System (CMS) bildet die IT-Infrastruktur einer Organisation in einem logischen Modell ab. Es besteht in der Regel aus mehreren physischen Subsystemen, den Configuration Management Databases (CMDBs). Im CMS sind Informationen zu allen Konfigurationselementen (CIs) des Service and Asset Configuration Managements (SACM) gespeichert.

In der Version 2 von ITIL wurden die Begriff CMDB und Configuration Management (CM) genutzt. Da die Abkürzung CMS, die in ITIL Version 3 für das Configuration Management System steht, jedoch bereits für den Begriff Content Management System im Webumfeld genutzt wird, werden die Abkürzungen und Begriffe aus der ITIL Version 2 in der Praxis weiterhin häufig genutzt.

Lifecycle der Informationen

Das CMS muss Infor­ma­tionen im Lifecycle der IT-Infrastruktur ver­wal­ten. Dazu müssen so­wohl die Informa­tio­nen über die gewünsch­te IT-Landschaft, die Soll-In­formationen, als auch die Informationen über die tatsächlich vor­handene IT-Landschaft, die Ist-Informationen, verwaltet werden. Soll- und Ist-Informationen müssen dazu über die Zeit hinweg bereit­gestellt wer­den. Damit stehen die folgenden Abfra­ge­möglichkeiten bereit:

1) Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Stand in der Vergangenheit

2) aktuelle Abweichungen zwi­schen Soll- und Ist-Stand

3) Abweichungen zwischen einem ge­plan­ten Soll-Zu­stand und der aktuellen Ist-Situation

4) Veränderungen zwischen den Soll-Infor­mationen in der Vergangenheit

5) Veränderungen zwischen dem aktu­ellen Soll-Zustand und einem geplanten Soll-Zustand

6) Veränderungen zwischen einem ver­gangenen Ist-Zustand und dem aktu­ellen Ist-Zustand


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Datenpflege im CMS

Die Datenpflege der Soll- und der Ist-Informationen erfolgt unterschiedlich. Dies ist ein wesentlicher Aspekt für ein CMS Projekt, da die Vorgehensweise für diese beiden Informationsbereiche deutlich voneinander abweicht.

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Die Soll-Daten müssen durch ein­en ma­nu­ellen Pflegeprozess ver­waltet werden (1), dabei werden die Servicestrukturen vom Service Management übernommen (3) oder direkt in der Soll-CMDB gepflegt.

Die Planungsdaten können unter Um­stän­den aus den Planungs­werk­zeugen übernommen werden (5).

Die Ist-Daten sollten von der Soll-CMDB aus gesteuert werden (6), d. h. die Con­figuration Items werden in der IST-CMDB automatisch über eine Schnitt­stelle zur Soll-CMDB angelegt.

Die Attributwerte der Configuration Items werden zu einem grossen Teil über Scanner und Discovery-Funktionen automatisch erfasst und ausgewertet (4) , nur ein kleiner Anteil der Ist-Daten wird gegebenenfalls durch einen manuellen Pflegeprozess bereitgestellt (2). Eine intelligente Auswertung der gescannten Ist-Informationen erlaubt eine Aktualisierung der technischen Beziehungen der Configuration Items.